Blower-Door-Test & Luftdichtheitsprüfung bei SVEAG: professionell, dokumentiert, in allen 16 Bundesländern verfügbar. Inhabergeführt, persönliche Betreuung.
Wie viel Luft die Gebäudehülle bei einem definierten Druckunterschied durchlässt. Das Gebläse erzeugt fünfzig Pascal Differenz zur Außenluft, was etwa einer steifen Brise entspricht, und misst den Volumenstrom, der nachströmen muss. Daraus ergibt sich eine Kennzahl, die den stündlichen Luftwechsel bei diesem Druck beschreibt. Wichtig ist die Unterscheidung: Der Test bewertet die Dichtheit der Hülle, nicht die Dämmung.
Vorgeschrieben ist er nicht in jedem Fall, aber in mehreren Konstellationen praktisch unverzichtbar. Wer Fördermittel für eine Sanierung in Anspruch nimmt, muss die Dichtheit in der Regel nachweisen. Bei Gebäuden mit Lüftungsanlage ist der Nachweis Voraussetzung dafür, dass die Anlage überhaupt wie geplant arbeitet. Und im Streitfall über Zugerscheinungen oder Schimmel ist die Messung oft das einzige objektive Argument.
Idealerweise zweimal. Der erste Test kommt, sobald die luftdichte Ebene hergestellt, aber noch zugänglich ist – dann lassen sich gefundene Leckagen ohne Aufwand schließen. Der zweite Test am fertigen Gebäude liefert den Nachweis. Wer nur einmal am Ende misst, bekommt eine Zahl, aber keine Möglichkeit mehr, sie ohne Rückbau zu verbessern. Genau deshalb empfehlen wir den frühen Termin.
An den Anschlüssen, fast nie in der Fläche. Die Klassiker sind Rollladenkästen, Fensteranschlüsse, die Dampfbremse im Dachgeschoss samt Durchdringungen für Leitungen, Steckdosen in der Außenwand und Übergänge zwischen unterschiedlichen Bauteilen. In Bestandsgebäuden kommen Kellertreppe und Dachbodenluke dazu. Deshalb ist das Aufspüren der Leckagen für die Praxis oft wertvoller als die Kennzahl selbst.
Ja, das ist sogar der häufigere Fall bei Wohnanlagen. Die Messung dauert je nach Größe wenige Stunden, das Gebläse sitzt in einer Außentür, und die Bewohner können in der Wohnung bleiben. Abzustimmen sind vorher nur die Feuerstätten und die Lüftungsanlage. Bei Etagenwohnungen wird die einzelne Nutzungseinheit gemessen, nicht das ganze Haus.
Es zeigt, wie viel Wärme unkontrolliert über Undichtheiten verloren geht – aber es ersetzt keine energetische Berechnung. Ein undichtes Gebäude verliert Wärme und lässt an kalten Stellen Feuchtigkeit kondensieren, was mittelfristig zu Bauschäden führt. Der Test ist deshalb weniger ein Instrument zur Kostenermittlung als eines zur Schadensvermeidung.