Industrieklettern & Höhenarbeit

Industrieklettern & Höhenarbeit bei SVEAG: professionell, dokumentiert, in allen 16 Bundesländern verfügbar. Inhabergeführt, persönliche Betreuung.

So läuft es ab

  1. Zugangsart prüfen: Zuerst wird geklärt, ob Gerüst oder Hebebühne verhältnismäßig sind. Seilzugang kommt, wenn sie es nicht sind.
  2. Anschlagpunkte und Konzept: Wir prüfen die Anschlagmöglichkeiten am Bauwerk und legen Sicherungs- und Rettungskonzept fest.
  3. Absperrung und Ausführung: Sicherung des Bereichs unter der Arbeitsstelle, danach Ausführung durch ausgebildetes Personal am Zweiseilsystem.
  4. Dokumentation: Foto- und Zustandsdokumentation der erreichten Stellen, oft der eigentliche Mehrwert gegenüber dem Gerüst.

Häufige Fragen

Ist Industrieklettern günstiger als ein Gerüst?

Bei kurzen Einsätzen an schwer zugänglichen Stellen fast immer, weil Auf- und Abbau samt Standzeit entfallen. Bei flächigen Arbeiten über Wochen kippt die Rechnung zugunsten des Gerüsts. Wichtiger ist aber: Die Zulässigkeit ist keine Kostenfrage. Die Rangfolge der Zugangsmittel ergibt sich aus dem Arbeitsschutz, nicht aus dem Angebot.

Wann ist Seilzugang überhaupt zulässig?

Nicht generell. Für Arbeiten in der Höhe gilt eine Rangfolge: Zuerst sind Arbeitsplätze und Zugänge zu schaffen, die einen Absturz verhindern, also Gerüst, Bühne oder Hubarbeitsbühne. Seilzugangs- und Positionierungstechnik kommt in Betracht, wenn diese Mittel nach Art der Arbeit und Beschaffenheit des Bauwerks nicht verhältnismäßig sind, etwa bei kurzen Einsätzen an Hochhausfassaden oder in Schächten. Diese Begründung gehört in die Gefährdungsbeurteilung und nicht ins Nachhinein.

Welche Qualifikation haben die Höhenarbeiter?

Seilzugangstechnik darf nur von dafür ausgebildeten und regelmäßig fortgebildeten Personen ausgeführt werden, mit ausreichender Erfahrung für die konkrete Tätigkeit. Gearbeitet wird grundsätzlich am Zweiseilsystem aus Arbeits- und Sicherungsseil, nie an einem Strang, und nie allein: Ohne zweite Person, die retten kann, findet der Einsatz nicht statt.

Was passiert, wenn oben etwas passiert?

Dafür gibt es vor dem Einsatz ein Rettungskonzept, und das ist keine Formalie. Ein hängender Verunfallter muss innerhalb von Minuten heruntergeholt werden, weil sonst das Hängetrauma zur eigentlichen Gefahr wird. Auf den Rettungsdienst zu warten, ist kein Konzept. Rettungsgerät und geschultes Personal sind deshalb vor Ort, bevor der erste Meter Seil ausgelegt wird.

Welche Arbeiten gehen am Seil?

Alles, was mit Handwerkzeug und überschaubarem Materialeinsatz erledigt werden kann: Sichtprüfung und Fotodokumentation von Fassaden und Dächern, Fugensanierung, kleinere Betoninstandsetzung, Reinigung, Montage von Taubenabwehr, Entfernen von Bewuchs, Abnahme loser Bauteile. Nicht am Seil geht, was schwere Geräte, viel Material oder dauerhafte Standflächen braucht.

Was ist mit dem Bereich unter der Arbeitsstelle?

Der wird abgesperrt, und das ist bei bewohnten Objekten der Teil mit dem meisten Abstimmungsbedarf. Herabfallende Teile und Werkzeug sind die realistischste Gefahr für Dritte, deshalb gehören Sperrbereich, Ansprechpartner und Zeitfenster vorher festgelegt, inklusive der Frage, wo Anwohner in dieser Zeit parken.

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