VAH-gelistete Desinfektion: Wisch-, Sprüh- und Vernebelungsverfahren im Vergleich

Professionelle Flächendesinfektion mit VAH-gelisteten Mitteln

Für Hausverwaltungen ist Hygiene ein zentraler Baustein des Werterhalts. Während die klassische Wischdesinfektion eine 100-prozentige Benetzung sichert, sind Sprüh- und Vernebelungsverfahren im Alltag oft ungeeignet oder an strenge gesetzliche Hürden gebunden.

Die VAH-Liste: Der entscheidende Maßstab für Hausverwaltungen

Bei der regelmäßigen Pflege und hygienischen Instandhaltung von Wohnanlagen und Gewerbeimmobilien stehen Immobilienverwalter vor einer doppelten Herausforderung: Sie müssen ein hohes Schutzniveau für Mieter und Besucher sicherstellen und gleichzeitig rechtliche Haftungsrisiken minimieren. In der Praxis stellt sich dabei oft die Frage, welche Desinfektionsmittel für die laufende Reinigung tatsächlich geeignet und rechtlich abgesichert sind. Der entscheidende Kompass im Dschungel der chemischen Präparate ist die Desinfektionsmittel-Liste des Verbunds für Angewandte Hygiene e.V. (VAH). Diese Liste gilt im deutschsprachigen Raum als der maßgebliche Qualitäts- und Wirksamkeitsstandard für die prophylaktische Desinfektion im Alltag. Wer auf zertifizierte Mittel setzt, schafft nachvollziehbare Sicherheit für alle Beteiligten.

Unterschiede zwischen VAH- und RKI-Listung

Um Fehlinvestitionen und Anwendungsfehler zu vermeiden, müssen Hausverwaltungen den grundlegenden Unterschied zwischen der VAH-Liste und der RKI-Liste (Robert Koch-Institut) kennen. Während die VAH-Liste für die vorbeugende Hygiene und routinemäßige Reinigung konzipiert ist, kommt die RKI-Liste ausschließlich im behördlich angeordneten Ernstfall zum Einsatz. Wenn das Gesundheitsamt bei einer epidemischen Ausbreitung oder einem akuten Infektionsausbruch eine behördliche Entseuchung nach Paragraf 18 des Infektionsschutzgesetzes vorschreibt, müssen zwingend RKI-gelistete Mittel verwendet werden. Im normalen Alltag und bei der täglichen Unterhaltsreinigung sind hingegen VAH-Präparate die richtige Wahl, da sie optimal auf die kontinuierliche, materialschonende Keimreduktion abgestimmt sind.

KriteriumVAH-Liste (Verbund für Angewandte Hygiene)RKI-Liste (Robert Koch-Institut)
AnwendungsbereichVorbeugende (prophylaktische) Desinfektion im RoutinebetriebBehördlich angeordnete Entseuchung im Seuchenfall nach Infektionsschutzgesetz
Prüfverfahren und GültigkeitUnabhängige Wirksamkeitsprüfung, Zertifikat gilt für 3 JahrePrüfung und Bekanntmachung durch das Robert Koch-Institut
Praktische RelevanzDer anerkannte Standard für die regelmäßige GebäudereinigungSpezialfall bei meldepflichtigen Epidemien und akutem Seuchenschutz

Die dreijährige Gültigkeit des VAH-Zertifikats

Ein wichtiger Aspekt für die Qualitätssicherung ist die begrenzte Gültigkeit des VAH-Zertifikats. Nach der erfolgreichen Prüfung durch unabhängige Labore erhält ein Desinfektionsmittel eine Zulassung, die exakt für 3 Jahre gültig ist. Nach Ablauf dieser Frist müssen Hersteller die Wirksamkeit ihrer Produkte erneut nachweisen und zertifizieren lassen, um in der offiziellen Liste zu verbleiben. Für Hausverwaltungen bedeutet dies, dass sie sich bei der Vergabe von Hygieneaufträgen stets vergewissern sollten, dass die eingesetzten Dienstleister aktuelle Chargen und fortlaufend geprüfte Produkte verwenden. Ein veraltetes Zertifikat bietet im Ernstfall keine rechtliche Absicherung mehr.

Haftungsrisiken minimieren durch professionelle Dienstleister

Als gesetzliche Vertreter der Eigentümergemeinschaft tragen Hausverwaltungen die Verantwortung für die Verkehrssicherungspflicht im Gebäude. Kommt es in Gemeinschaftsräumen wie Treppenhäusern, Aufzügen oder Waschküchen zu Infektionen durch mangelhafte Hygiene, drohen erhebliche Haftungsrisiken. Durch den gezielten Einsatz von VAH-gelisteten Mitteln können Verwalter nachweisen, dass sie bei der Infektionsprophylaxe die gebotene Sorgfalt walten ließen. Da die eigenständige Auswahl, Dosierung und Dokumentation dieser Spezialmittel für Verwaltungsmitarbeiter im Alltag kaum leistbar ist, empfiehlt sich die Auslagerung an Experten. SVEAG bietet im Rahmen der professionellen Gebäudereinigung maßgeschneiderte Hygienekonzepte an. Die geschulten Fachkräfte wenden zertifizierte Reinigungs- und Desinfektionsverfahren fachgerecht an und entlasten Hausverwaltungen somit vollständig von operativen Risiken.

Die Wischdesinfektion: Mechanischer Schutz und vollständige Benetzung

Im Bereich der professionellen Hygiene gilt die Wischdesinfektion als der unangefochtene Goldstandard. Das Verfahren kombiniert eine gezielte chemische Desinfektionswirkung mit mechanischer Krafteinwirkung, was eine lückenlose Benetzung aller behandelten Flächen garantiert. Die Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention, kurz KRINKO, schreibt dieses Vorgehen für die meisten routinemäßigen Flächendesinfektionen zwingend vor. Durch das systematische Abwischen wird sichergestellt, dass der flüssige Wirkstoff die Krankheitserreger auf der gesamten Oberfläche erreicht und umschließt, während bei reinen Sprühverfahren oft unbenetzte Schattenbereiche zurückbleiben. Für Hausverwaltungen, die eine hygienisch einwandfreie Betreuung ihrer Immobilien sicherstellen müssen, stellt dieses Verfahren die zuverlässigste Basis dar.

Ein wesentlicher Vorteil der mechanischen Komponente ist die rückstandsfreie Entfernung von Schmutz, Staub und organischen Belastungen. Diese Verunreinigungen könnten andernfalls als Schutzschild für Mikroorganismen dienen und die Wirkung des Desinfektionsmittels abschwächen. Ein weiterer zentraler Aspekt ist der Arbeitsschutz für das Reinigungspersonal. Da bei einer fachgerechten Wischdesinfektion das Mittel direkt auf das Tuch aufgetragen oder im Eimer angemischt wird, entsteht kein gefährlicher Sprühnebel. Das Einatmen von lungengängigen Aerosolen, die die Atemwege schwer schädigen können, wird somit zuverlässig verhindert. Dies entspricht den strengen Vorgaben der Berufsgenossenschaften und sorgt für ein sicheres Arbeitsumfeld bei der Durchführung anspruchsvoller Hygienemaßnahmen.

Hygienische und betriebliche Vorteile der Wischmethode

  • Vollständige Benetzung: Jede mechanisch bearbeitete Stelle wird nachweislich lückenlos mit dem Desinfektionsmittelfilm benetzt, sodass keine Keiminseln verbleiben.
  • Physikalische Reinigung: Grober Schmutz und Biofilme werden mechanisch gelöst und direkt im Tuch aufgenommen, statt auf der Oberfläche zu verbleiben.
  • Keine Aerosolbildung: Der Verzicht auf großflächiges Versprühen schützt die Atemwege des Personals vor chemischen Reizungen und gefährlichen Dämpfen.
  • Präzise Dosierung: VAH-gelistete Mittel lassen sich im Eimer oder über Tuchspendersysteme exakt dosieren, was Materialschäden und Überdosierung verhindert.

Für eine rechtssichere Bewirtschaftung von Wohn- und Gewerbeobjekten ist die Wahl des richtigen Dienstleisters entscheidend. Im Rahmen einer qualifizierten Gebäudereinigung setzen geschulte Fachkräfte ausschließlich zertifizierte, VAH-gelistete Desinfektionsmittel ein und stimmen die Einwirkzeiten exakt auf die jeweiligen Oberflächen ab. Die SVEAG bietet Hausverwaltungen ein umfassendes Spektrum im Bereich Gebäudereinigung an. Das gesamte Portfolio umfasst professionelle Dienstleistungen, die den hohen Anforderungen an Hygiene, Werterhalt und gesetzliche Konformität gerecht werden. Dadurch können sich Objektverantwortliche darauf verlassen, dass alle Reinigungs- und Desinfektionsprozesse nach dem aktuellen Stand der Technik und unter Einhaltung aller Arbeitsschutzrichtlinien durchgeführt werden.

Die Sprühdesinfektion: Schnelligkeit auf Kosten von Gesundheit und Präzision

Für Hausverwaltungen klingt die Sprühdesinfektion zunächst nach einer äußerst effizienten Lösung. Die Vorstellung, Desinfektionsmittel schnell und kontaktlos auf großen Flächen zu verteilen, verspricht eine enorme Zeitersparnis im hektischen Alltag der Immobilienverwaltung. Doch dieser scheinbare Vorteil trügt. SVEAG weist darauf hin, dass die vermeintlich schnelle Methode erhebliche Risiken für die Hygiene und die Gesundheit der Menschen im Gebäude birgt. Der Verbund für Angewandte Hygiene (VAH) stellt in seinen Richtlinien unmissverständlich klar, dass die Sprühdesinfektion im Routinebetrieb keine Standardlösung sein darf, sondern nur in begründeten Ausnahmefällen angewendet werden sollte.

Die unsichtbaren Risiken der Aerosolbildung

Das Hauptproblem des Sprühverfahrens liegt in der sogenannten Aerosolbildung. Sobald das Desinfektionsmittel mit hohem Druck aus der Düse gepresst wird, zerfällt die Flüssigkeit in feinste Tröpfchen, die als Schwebstoffe in der Luft verbleiben. Diese Aerosole werden sowohl von den Reinigungskräften als auch von den Bewohnern oder Nutzern der Immobilie eingeatmet. Die Folgen können akute Schleimhautreizungen, allergische Reaktionen oder langfristige Schädigungen der Atemwege sein. Aus Gründen des Arbeitsschutzes und der Gesundheit aller Gebäudenutzer schränkt der VAH die Anwendung dieses Verfahrens daher drastisch ein.

Mangelnde Präzision und lückenhafte Benetzung

Neben den gesundheitlichen Gefahren spricht auch die mangelnde Präzision gegen den flächendeckenden Einsatz von Sprühgeräten. Beim reinen Aufsprühen wird eine sogenannte lückenhafte Benetzung der Oberflächen riskiert. Das Mittel lagert sich oft nur in Form einzelner Tröpfchen ab, zwischen denen unbehandelte Inseln bestehen bleiben. Krankheitserreger können in diesen trockenen Bereichen mühelos überleben. Im Gegensatz dazu garantiert die mechanische Reibung beim Wischverfahren eine lückenlose Verteilung der Desinfektionslösung und bricht gleichzeitig schützende Biofilme der Keime auf.

  • Gesundheitsgefährdung durch Aerosole: Das Einatmen feinster Tröpfchen gefährdet die Atemwege des Personals und der Mieter.
  • Lückenhafte Benetzung der Oberflächen: Ohne mechanischen Druck bleibt die Verteilung des Wirkstoffs unvollständig.
  • Mangelnde Materialverträglichkeit: Der feine Nebel dringt in Ritzen und schädigt empfindliche Materialien wie Holz oder Elektronik.
  • Strenger Arbeitsschutz: Berufsgenossenschaften und Hygienebehörden stufen die klassische Wischmethode als gesundheitlich unbedenklicher ein.

Um eine fachgerechte und sichere Hygiene in Wohn- und Gewerbeobjekten zu gewährleisten, sollten Hausverwaltungen auf bewährte Standards setzen. Im Rahmen einer professionellen Gebäudereinigung bleibt die Wischdesinfektion das Maß aller Dinge. Sie kombiniert chemische Wirksamkeit mit mechanischer Reinigungskraft und schützt gleichzeitig die Gesundheit der Mitarbeiter vor Ort. Die Sprühdesinfektion behält SVEAG als professioneller Dienstleister ausschließlich für schwer zugängliche Stellen vor, bei denen ein manuelles Wischen physisch unmöglich ist.

Das Vernebelungsverfahren: Spezialmethode mit strengen Sicherheitsauflagen

Für professionelle Hausverwaltungen steht die Sicherheit und Wohngesundheit der Bewohner an erster Stelle. Bei der Desinfektion von Gemeinschaftsflächen oder nach Schadensfällen rückt neben der klassischen Wischdesinfektion auch das Vernebelungsverfahren, genauer gesagt die Kaltvernebelung, in den Fokus. Diese Methode dient primär der systematischen Raumluft- und Raumdesinfektion, bei der das Desinfektionsmittel in Form feinster Tröpfchen im Raum verteilt wird. Da der Nebel auch schwer zugängliche Ecken und Ritzen erreicht, wirkt die Methode auf den ersten Blick äußerst effizient. Im Rahmen einer professionell koordinierten Gebäudereinigung muss jedoch berücksichtigt werden, dass dieses Spezialverfahren keineswegs die manuelle Arbeit ersetzt, sondern an extrem strenge fachliche und gesetzliche Auflagen gebunden ist.

Die unumgängliche Pflicht zur gründlichen Vorreinigung

Eine Kaltvernebelung darf niemals als Abkürzung verstanden werden, um sich die manuelle Reinigung zu sparen. Schmutzpartikel, Staubschichten oder organische Rückstände wie Fettfilme wirken wie ein Schutzschild für Viren und Bakterien. Wenn der Desinfektionsmittelnebel auf eine ungereinigte Oberfläche trifft, lagert er sich lediglich auf der Schmutzschicht ab, während die darunterliegenden Erreger überleben. Daher ist eine gründliche, manuelle Vorreinigung aller Oberflächen zwingend erforderlich, bevor das Vernebelungsgerät überhaupt aufgestellt werden darf. Nur auf staub- und fettfreien Flächen kann der feine Wirkstoffnebel seine volle mikrobizide Wirkung entfalten und eine zuverlässige Keimreduktion garantieren.

Gesetzliche Realität: Genau null zugelassene Produkte bei Anwesenheit von Personen

Das größte Missverständnis rund um die Raumluftdesinfektion betrifft die Sicherheit von Personen während des Verfahrens. Häufig wird suggeriert, dass moderne Wirkstoffe so schonend seien, dass Räume während der Vernebelung weiter genutzt werden können. Dem setzt die Gesetzgebung in Deutschland jedoch klare Grenzen. Tatsächlich gibt es in der Bundesrepublik derzeit genau null zugelassene Biozidprodukte, die für eine Kaltvernebelung zur Desinfektion der Raumluft in direkter Anwesenheit von Menschen zugelassen sind. Jede Anwendung im bewohnten oder aktiv genutzten Zustand ist somit unzulässig und stellt ein erhebliches Sicherheitsrisiko für Bewohner und Dienstleister dar, da die lungengängigen Aerosole tiefe Atemwegsreizungen oder allergische Reaktionen auslösen können.

  • Komplette Evakuierung: Während des gesamten Vernebelungsprozesses dürfen sich absolut keine Personen oder Haustiere in den betroffenen Räumen aufhalten.
  • Sorgfältige Abdichtung: Lüftungsanlagen, Klimaschächte und Türspalten müssen komplett versiegelt werden, um ein unkontrolliertes Entweichen des Desinfektionsnebels in andere Gebäudeteile zu verhindern.
  • Strikte Wartezeiten: Nach dem Ende der Vernebelung muss eine präzise definierte Einwirkzeit eingehalten werden, bis sich das Aerosol vollständig abgesetzt hat oder abgebaut ist.
  • Ausgiebiger Luftaustausch: Vor dem erneuten Betreten der Räumlichkeiten ohne persönliche Schutzausrüstung ist eine intensive Querlüftung zwingend durchzuführen.
  • Fachliche Durchführung: Das Verfahren darf ausschließlich von geschultem Fachpersonal mit spezieller Atemschutzausrüstung durchgeführt werden.

Aufgrund dieser enormen Sicherheitsvorkehrungen und des hohen logistischen Aufwands bleibt die manuelle Wischdesinfektion im Alltag von Wohn- und Gewerbeimmobilien der unangefochtene Goldstandard. Das Vernebelungsverfahren ist eine reine Spezialmethode, die nur in exakt definierten Ausnahmefällen, wie nach schweren Kontaminationen, unter Einhaltung aller Schutzmaßnahmen zum Einsatz kommen sollte. Als erfahrener Partner für das professionelle Gebäudemanagement unterstützt SVEAG Hausverwaltungen bei allen Fragen der Hygiene. Für den regulären Werterhalt und die laufende Sauberkeit im Gebäude ist die klassische mechanische Reinigung nicht nur sicherer, sondern auch rechtlich und praktisch die weitaus solidere Wahl.

Verfahrensvergleich: Welches System passt für welche Immobilie?

Bei der Auswahl des passenden Desinfektionsverfahrens stehen Hausverwaltungen oft vor einer Abwägung zwischen Effizienz, Gründlichkeit und gesetzlichen Vorgaben. Während moderne Vernebelungsanlagen auf den ersten Blick wie eine zeitsparende Allzwecklösung wirken, zeigt die Praxis im professionellen Facility Management ein anderes Bild. Die klassische Wischdesinfektion ist und bleibt das sicherste und wirksamste Fundament jeder professionellen Reinigung. Alternative Verfahren wie das Aufsprühen oder die Kaltvernebelung sind an strenge arbeitsschutzrechtliche und funktionale Grenzen gebunden, die im normalen Betrieb bewohnter oder genutzter Immobilien nur selten lückenlos erfüllt werden können.

VerfahrenWirksamkeit und MechanikZeitaufwand und KostenArbeitsschutz und Risiken
WischdesinfektionSehr hoch: Physische Schmutzentfernung und lückenlose Benetzung durch mechanischen Druck.Gering bis moderat: Gezielter Einsatz ohne Materialverschwendung.Sehr hoch: Keine Aerosolbildung, keine Atemwegsbelastung für das Personal.
SprühdesinfektionEingeschränkt: Gefahr von Benetzungslücken durch ungleichmäßigen Auftrag ohne Mechanik.Moderat: Erfordert manuelles Nachwischen oder massiven Produktüberschuss.Kritisch: Gefahr der Aerosolinhalation, spezielle Schutzmasken sind zwingend nötig.
VernebelungBedingt: Nur als ergänzende Raumluftbehandlung geeignet, keine mechanische Reinigungswirkung.Sehr hoch: Lange Einwirk- und Lüftungszeiten blockieren die Räumlichkeiten.Sehr kritisch: Extreme Atemwegsbelastung, erfordert die vollständige Evakuierung der Räume.

Die sachgemäße Durchführung durch eine professionelle Gebäudereinigung berücksichtigt diese Unterschiede im Detail. Um die Gesundheit von Mietern, Mitarbeitern und Dienstleistern zu schützen, analysieren unsere Experten vor jedem Auftrag die spezifischen Gegebenheiten der Immobilie. Für stark frequentierte Bereiche wie Treppenhäuser, Aufzüge und Büros ist die manuelle Scheuer-Wisch-Desinfektion der unangefochtene Goldstandard. Sie kombiniert den chemischen Wirkstoff direkt mit mechanischer Reibung, wodurch Krankheitserreger nicht nur inaktiviert, sondern physikalisch von der Oberfläche abgetragen werden.

Praxisnahe Kriterien für die verschiedenen Gebäudebereiche

Besonders für Hausverwaltungen ist ein durchdachter Hygieneplan entscheidend, um Haftungsrisiken zu minimieren und den Werterhalt der Immobilie zu sichern. SVEAG bietet hierfür eine maßgeschneiderte Gebäudereinigung an, die auf die individuellen Anforderungen der verschiedenen Zonen abgestimmt ist. In geschlossenen Bereichen wie Aufzugskabinen verbietet sich eine großflächige Sprühdesinfektion im Alltag von selbst, da die mangelnde Belüftung zu einer gefährlichen Konzentration von Desinfektionsmittel-Aerosolen in der Atemluft führen würde.

  • Treppenhäuser und Eingangszonen: Hier steht die Wischdesinfektion von Handläufen, Klingelplatten und Lichtschaltern im Vordergrund, um einen lückenlosen Schutz ohne gesundheitsgefährdende Sprühnebel zu garantieren.
  • Aufzugsanlagen: Aufgrund des extrem begrenzten Luftvolumens in den Kabinen ist das Wischen der Bedientasten und Haltestangen die einzig zulässige Methode zur Keimreduktion.
  • Büroräume und Arbeitsplätze: Tischplatten, Tastaturen und Telefone werden gezielt abgewischt, was eine sofortige Wiederbenutzung ermöglicht und empfindliche Elektronik vor Feuchtigkeitsschäden schützt.
  • Schwer zugängliche Nischen: Nur in absoluten Ausnahmefällen, wenn Flächen mechanisch nicht erreichbar sind, greifen Fachkräfte auf punktuelle Sprühverfahren zurück, wobei Schaumpräparate bevorzugt werden, da sie die Aerosolbelastung um das Zehnfache senken.

Sichere Hygiene durch professionelle Gebäudereinigung von SVEAG

Die zuverlässige Einhaltung anspruchsvoller Hygienestandards stellt Hausverwaltungen vor eine tägliche Herausforderung. Um den gesetzlichen Anforderungen gerecht zu werden und gleichzeitig das Wohlbefinden der Bewohner sowie den langfristigen Werterhalt der Immobilien zu sichern, ist eine strukturierte Desinfektion und Reinigung unerlässlich. Die manuelle Wischdesinfektion gilt in der professionellen Praxis als der unangefochtene Standard, da sie Schmutz und Keime mechanisch entfernt und gleichzeitig gesundheitsschädliche Aerosole vermeidet. Durch die Auslagerung dieser anspruchsvollen Aufgaben an einen spezialisierten Partner können sich Hausverwaltungen darauf verlassen, dass alle Arbeitsschritte nach höchsten Qualitätsrichtlinien ausgeführt werden.

VAH-konforme Prozesse und lückenlose Dokumentation

Die Desinfektionsmaßnahmen im Rahmen der professionellen Gebäudereinigung von SVEAG basieren streng auf den Vorgaben des Verbunds für Angewandte Hygiene (VAH). Unser geschultes Fachpersonal setzt ausschließlich gelistete Desinfektionsmittel ein und wendet präzise Wischverfahren an, um eine gleichmäßige Benetzung der Oberflächen ohne gesundheitliche Risiken durch Aerosolbildung sicherzustellen. Jedes Objekt erhält einen maßgeschneiderten Hygieneplan, dessen Einhaltung durch eine lückenlose Dokumentation nachgewiesen wird. Dies schafft nicht nur maximale Transparenz, sondern bietet Hausverwaltungen auch rechtliche Sicherheit im Haftungsfall.

  • Einsatz von VAH-gelisteten Desinfektionsmitteln für maximale Wirksamkeit
  • Konsequente Anwendung mechanischer Wischverfahren zur sicheren Keimreduktion
  • Lückenlose Dokumentation aller Desinfektions- und Reinigungsschritte
  • Regelmäßig geschultes Reinigungspersonal für anspruchsvolle Wohn- und Gewerbeobjekte
  • Ganzheitliche Betreuung der Immobilien im Rahmen unseres umfassenden Serviceportfolios

Mit SVEAG an Ihrer Seite profitieren Hausverwaltungen von einer fachgerechten Durchführung, die weit über die oberflächliche Sauberkeit hinausgeht. Wir sichern den Werterhalt Ihrer Objekte durch materialschonende Verfahren und etablieren ein hygienisches Umfeld, das das Vertrauen von Mietern und Eigentümern gleichermaßen stärkt.

Desinfektionsreinigung – deutschlandweit in allen 16 Bundesländern

SVEAG erbringt Desinfektionsreinigung für Hausverwaltungen, Genossenschaften und Eigentümer deutschlandweit an 76 Servicestandorten in allen 16 Bundesländern. Ein Auszug unserer Servicestandorte (verfügbar an allen 76):

Weiterführende Artikel: Desinfektionsreinigung: wann sie nötig ist und welche Verfahren wirklich wirken

Häufige Fragen

Was bedeutet VAH-gelistet bei einem Desinfektionsmittel?

Ein VAH-gelistetes Desinfektionsmittel wurde vom Verbund für Angewandte Hygiene e.V. unabhängig auf seine Wirksamkeit geprüft und zertifiziert. Dieses anerkannte Zertifikat ist in Deutschland für 3 Jahre gültig und dient Hausverwaltungen als wichtigster Nachweis für ein professionelles Hygienemanagement im Rahmen der Gebäudereinigung.

Warum ist die Wischdesinfektion besser als die Sprühdesinfektion?

Die Wischdesinfektion sorgt durch die mechanische Reibung für eine 100-prozentige Benetzung der Oberfläche und entfernt Schmutz sowie Erreger zuverlässig. Im Gegensatz dazu führt die reine Sprühdesinfektion oft zu Benetzungslücken, da kein Druck ausgeübt wird, und setzt gesundheitsschädliche Aerosole in der Luft frei, die das Personal einatmen kann.

Wann ist eine Sprühdesinfektion überhaupt zulässig?

Laut den Richtlinien von VAH und RKI sollte eine Sprühdesinfektion nur in begründeten Ausnahmefällen angewendet werden. Sie ist auf kleine, schwer zugängliche Bereiche beschränkt, die mit einem Tuch oder Mopp mechanisch nicht erreicht werden können, etwa bei feinen Fugen oder komplexen technischen Bauteilen.

Ist die Desinfektion durch Kaltvernebelung in bewohnten Räumen erlaubt?

Nein, in Deutschland gibt es derzeit genau 0 zugelassene Biozidprodukte für die Kaltvernebelung zur Raumluftdesinfektion in Anwesenheit von Menschen. Die Vernebelung darf aus Gründen des Gesundheitsschutzes ausschließlich in komplett evakuierten und abgedichteten Räumen durch speziell geschulte Fachkräfte durchgeführt werden.

Welche Desinfektionsmittel-Listen gibt es neben der VAH-Liste?

In Deutschland gibt es im Wesentlichen 2 maßgebliche Listen: die VAH-Liste und die RKI-Liste. Während die VAH-Liste die Standardreferenz für die vorbeugende Routinehygiene im Alltag ist, greift die Liste des Robert Koch-Instituts (RKI) primär bei behördlich angeordneten Entseuchungen im Seuchenfall.

Wie sichern Hausverwaltungen die Qualität der Desinfektion?

Hausverwaltungen sichern die Qualität und Rechtssicherheit am besten durch die Beauftragung einer professionellen Gebäudereinigung wie SVEAG. Professionelle Dienstleister setzen ausschließlich geschulte Fachkräfte ein, nutzen VAH-gelistete Mittel im richtigen Mischungsverhältnis und dokumentieren alle Desinfektionsmaßnahmen lückenlos.